Montag, 15. April 2024
Das Glück der Verdammten
Freitag, 31. März 2023
Sometimes, I can get a little cruel
Sonntag, 26. März 2023
Unsichtbar sein
Ich kann mich gut wehren, mittlerweile. Einschüchtern lasse ich mich ebensowenig, meistens ist es andersherum. Und ich verstehe mich gut mit Männern, also hege ich nicht zwingend bewusst eine Abneigung gegen diese.
So muss ich bedauerlicherweise feststellen, dass ich keine Angst vor Männern habe. Ich habe Angst vor Männern, die sich zu mir hingezogen fühlen. Vor Männern, die mich attraktiv finden. Ich schätze, dann sind sie für mich am bedrohlichsten. Ja, dann sehe ich sie als eine potentielle Gefahr. Wie ungebetene Gäste die sich einem aufzwängen.
Vielleicht verspüre ich deswegen manchmal den Drang, mich unsichtbar zu machen. Aber, so sollte es nicht sein, nicht wahr?
Sonntag, 12. März 2023
Von rasenden Steinen
Freitag, 10. März 2023
Sonntag, 17. Mai 2020
Checking in
Zerfall bedeutet Wiederauferstehung. Das eine kann ohne das andere nicht existieren, ausnahmslos. Um Neues zu empfangen muss Altes verabschieden werden – zerfallen. Und der damit verbundene Schmerz ist heilend und holt einen auf den Boden zurück. Frustrierend wird es dann, wenn es darum geht innere Gegebenheiten zu verabschieden – Gewohnheiten, Denkmuster, Schutzmechanismen...habe ich bereits Gewohnheiten erwähnt? Gewohnheiten. Ich versuche nicht zu hart zu mir zu sein, wenn es nicht sofort klappt. Das gestaltet sich nicht immer so einfach, aber es wird. Vieles wird, wird schon und ist bereits geworden.
Manchmal muss man seine Gefühlslage einfach so akzeptieren wie sie an dem Tag eben gekommen ist und seinen Griff lockern. Siehe da, jetzt fühlst du dich entspannter.
Was hat sich geändert?
Zur Zeit habe ich einen Vollzeit-Job. Wegen der Situation Zuhause ist ein Anwalt eingeschaltet, morgen packe ich meine Sachen. Ich hatte eine Beziehung die ich vor kurzem beendet habe, das war nicht schön. Ich habe fünf Kilo abgenommen, das war der Stress aber froh bin ich trotzdem drum. Ich vermisse die Nähe zu Menschen, die einfach nur mit mir befreundet sein wollen – nicht mehr. Ich habe meine Haare bis zu meinem Hintern wachsen lassen und habe sie dann gestern kurz geschnitten – ein symbolischer Cut. Eigentlich geht es mir gut, nur nicht in dieser Woche.
Fühlt sich gut an nach sechs Monaten wieder hier zu sein. Fühlt sich besser an zu sehen, dass ihr am posten seid.
Freitag, 6. September 2019
Spinnenregen
Und jetzt hasse ich den Sommer. In der City.
Aber ich liebe den Sommer hier in meinem Geisterstädtchen wo keine Menschen sind. Wo ich unbeschwert mit einem riesigen Sonnenhut und einem oversized Langarmshirt auf dem Feld rum rennen kann – weil hier keine Menschenseele ist.
Nur ich, die Natur und die Wildschweine und Rehe. Und Zecken. Ja. Zecken – meine zweitgrößte Angst. Und dann entdecke ich auf meinen kleinen Entdeckungsreisen interessante Orte, wie die verschollene Rennbahn im Wasserschutzgebiet, wo alle Insekten zehn mal Größer sind und es xxl Spinnen regnet die sich um den Finger von einen klammern – sie haben pulsierende Hintern und große Augen.
Ich wünschte ich hätte jemanden mit dem ich mich gemeinsam in diese Abenteuer stürzen könnte.
Alleine fühle ich manchmal etwas…ausgeliefert. Nicht einsam, sondern ausgeliefert.
Wenn jetzt etwas passiert, was wirst du tun? Sterben, ist doch klar.
Kein Empfang, keine Menschen, mitten im Nirgendwo. Trotzdem werde ich meine Ausflüge in die Natur nicht aufgeben. Ich muss dort sein, ich brauche das. Irgendwie versteht das niemand, dass ich am glücklichsten bin, wenn ich alleine irgendwo in einem Feld rum liege, bewaffnet mit meinem Füller, drei Tintenpatronen und einigen Büchlein. Oder verloren umherwandernd, mitten im Wald oder in verlassenen Orten, wenn ich so weit laufe wie mich meine Beine tragen und nach Sonnenuntergang erst wieder Zuhause bin.
Mittwoch, 4. September 2019
Geh nicht ran.
Montag, 2. September 2019
Updates
Montag, 4. März 2019
Hurra, sie lebt.
In der Regel gehe ich dann auch nicht auf Nachrichten ein und melde mich auch nicht, ich möchte einfach niemanden einweihen.
Meine Freunde wissen das und haben es als eine meiner vielen Macken akzeptiert.
Ich bin das große Fragezeichen das…einfach da ist.
Man kann mich allerdings immer anrufen, oder mir schreiben wenn man sich nicht so gut fühlt, dafür nehme ich mir die Zeit – immer. Alles und immer, solange sich die Gespräche nicht um mich drehen. Wenn ich sage ich gehe nicht auf Nachrichten eine, dann sollen damit nur belanglose Gespräche gemeint sein (ich lese sie aber).
Darum soll es aber eigentlich gar nicht gehen.
Ich dachte mir, da ich so oder so nicht genug Schlaf kriege, könnte ich mich so spät in der Nacht wenigstens mit Dingen beschäftigen die mir Freude bereiten.
So beschloss ich mich mal wieder zu Wort zu melden, wenn auch nur kurz (ich schreibe in den nächsten Tagen eine Klausur).
Ich fragte mich, ich fragte mich, ich fragte mich, ich fragte mich.
Ich fragte mich ob ihr, meine treuen sechs Leser, zurecht kommt? Wie sieht es in eurer Welt aus?
Wie sieht es in eurer Welt aus und wie wohl die Welt durch eure Augen aussieht? Was seht ihr?
Und wo ich euch schon so direkt anspreche, vielleicht könnt ihr mir einige aktive Blogs in den Kommentaren zum abchecken hinterlassen? Irgendwie beschäftigt mich in letzter Zeit der Fakt, dass so viele Blogger von der Fläche verschwunden sind. Und auf der Suche nach aktiven oder aktiveren Blogs finde ich meistens…nichts.
Passt auf euch auf.
Samstag, 22. Dezember 2018
In Bewegung
Wow, ja, das kommt wohl dabei raus wenn man sich nach längerer Zeit mal wieder hinsetzt und sein Verhalten analysiert, welches man immer an den Tag legt.
Einige Dinge sind neu auf der Liste, andere…weniger neu. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich einfach nichts ändern wird wenn man versucht alles auf einen Schlag zu ändern. Denn traurigerweise kann man Gewohnheiten nicht einfach von einen Schlag auf den anderen ablegen, Wunden heilen nicht über Nacht und man öffnet auch nicht einfach eines Tages die Augen und stellt fest, dass sich der ganze Charakter verändert hat. Es ist ein Prozess, ein langer Prozess.
Dinge brauchen Zeit. Alles braucht Zeit. Auch wenn alles immer in ständiger Bewegung ist und nichts stehen bleibt, es braucht Zeit.
So nehme ich mir nun immer an einem Punkt der Liste zu arbeiten, bis ich (hoffentlich) erfolgreich zum nächsten komme.
Wie kommt ihr zurecht?
Sonntag, 16. Dezember 2018
In Hülle und Fülle…oder so.
Jedenfalls wollte ich nur sagen, dass ich liebe. Ich liebe und ich lebe. Ich liebe alle und seitdem ich langsam aber sicher lerne mit Gefühlen umzugehen sprudeln sie einfach so aus mir heraus. Eine Sache die mich anfangs etwas irritiert hat, ist dass es nicht so ganz üblich zu sein schien seine Gefühle einfach aus dem heiteren Himmel ohne jeglichen Grund und total spontan einfach auszudrücken – Erdlinge finden das komisch. Das fand ich…scheiße. Also beschloss ich für mich…dass das scheiße ist (ich wette das hat niemand kommen sehen). Es sollte so nicht sein, fand ich, also habe ich einfach so weiter gemacht wie bislang auch.
Irgendwie ist die Kommunikation und der Zusammenhalt unter meiner Squad dadurch besser geworden und die Beziehung zu meiner Mutter auch. Ich schätze wenn man Menschen zeigt, dass es okay ist Gefühle zu fühlen und sie in Hülle und Fülle zum Ausdruck zu bringen…dann regnet es Konfetti und Glitzer und überall sind Regenbögen…ich meine dann führen alle ein erfüllteres Leben.
Ach ja, das Bildungssystem ist wirklich scheiße. Wirklich, wirklich scheiße. Und wir wissen nur was wir wissen dürfen, quasi. Das hat nichts mit diesem Post zu tun, aber ich wollte mich nur mal eben auskotzen.
Sonntag, 11. November 2018
Von Großstadtmenschlein und Paranoia.
7:19 Uhr. Meistens dann stehe ich an der Tür der U-Bahn. Nach zwanzig Minuten Busfahrt und vierzig bis fünfzig Minuten S-Bahn, bin ich von dort aus nur noch fünf Minuten mit der U-Bahn zur Schule unterwegs. Ja, ich brauche knapp eine Stunde und ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten zur Schule...mal ein paar Minuten mehr oder weniger. Und wer gerade einen tiefen Seufzer ausstoßt und mir in Gedanken sein Beileid ausspricht: Ich weiß.
Und um 5:00 Uhr morgens aufzustehen macht auch wirklich keinen Spaß, genauso wenig wie zur Bushaltestelle zu sprinten um den Bus zu kriegen, aber lächerlicherweise bin ich gerne mit der Bahn unterwegs. Wenn ich gerade nicht angepöbelt oder von Wespen attackiert werde, betrachte ich die Großstadtmenschlein in ihrem natürlichen Lebensraum. Ich mag Menschen, vor allem Fremde. Fremde sind meistens Menschen die mir nicht zu nahe treten, seltsamerweise fühle ich mich wohl und sicher umgeben von hunderten von Fremden die sich weder um mein Wohlbefinden noch meine Existenz scheren. Und vielleicht ist es genau das was ich an Fremden mag, ich bin unsichtbar aber nicht allein. Niemand nimmt Notiz von meiner Existenz, ich kann machen und sagen was ich will, sobald sich die Türen öffnen, wird sich niemand mehr danach an mich erinnern. Gleichzeitig stressen mich meine Paranoia ungemein und von so vielen Menschen umgeben zu sein macht es nicht besser. Es ist lächerlich widersprüchlich, ständig bin ich irgendwo zwischen "Okay, alles ist gut, entspann dich" und "Halt dein Messer sicherheitshalber bereit, du wirst es mit hoher Wahrscheinlichkeit brauchen weil die ganze Welt darauf aus ist dich umzubringen".
Mama sagt ich bin krank. Mama weiß nicht was diese Augen gesehen haben und dieser Körper zu spüren bekommen hat.
Eigentlich hat sich nichts geändert, ich ziehe nach wie vor Menschen mit bösen Absichten magisch an und ich fürchte nach wie vor das einige ihren Weg zurück in mein Leben finden. Das einzige was sich geändert hat, meine ich, ist lediglich dass ich froh bin nach einem Jahr in Einsamkeit andere Stimmen zu hören außer meiner eigenen. Vielleicht sollte ich mein oben erwähntes gewagtes Statement zurücknehmen. Ich fühle mich nicht wohl und sicher, ich bin nur froh andere Gesichter zu sehen und andere Stimmen zu hören. Andere Gesichter und Stimmen als jene in meinem Kopf.
Ich habe eines in den vergangenen Monaten gelernt: Ich bin kein Großstadtmenschlein. Und ich will keins sein.

